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Sick Building Syndrom Was ist das genau?

Der Begriff Sick-Building-Syndrom beschreibt eine Situation, in der Bewohner eines Gebäudes Symptome von Krankheiten, wie tränende Augen, gereizte Schleimhäute, Kopfschmerzen oder juckende Haut, die mit zu viel Zeit in einem Gebäude verbunden zu sein scheinen, aufweisen – aber keine spezifischen Ursachen identifiziert werden können.

Ursachen:

Nach internationaler Konvention (WHO 1982) wird dann von einem Sick Building Syndrom (SBS) gesprochen, wenn bei mehr als 10 bis 20 % der Beschäftigten eines Gebäudes unspezifische Beschwerden oder Symptome auftreten, die nach Verlassen des Gebäudes rasch wieder nachlassen. Mögliche Ursachen können Schadstoffe sein, die in der Innenraumluft vorkommen. Dazu zählen zum Beispiel giftige Ausdünstungen, sogenannte flüchtige organische Verbindungen, die durch bestimmte Quellen freigesetzt werden, zum Beispiel aus neu angebrachten Materialien, wie etwa Boden- und Teppichkleber und Gifte aus Möbeln (Lacke, Farben und Anstriche), sowie Mineralstoffe aus Dämmmaterialien, Materialien zur Schädlingsbekämpfung und Reinigungsmittel. Auch können durch nicht oder schlecht gewartete Klimaanlagen oder bei Umluftschaltungen ggf. Schadstoffe, Gerüche, Pollen, Pilzsporen und Keime in die Raumluft gelangen. Außerdem spielt der Tabakrauch eine wichtige Rolle. Einige dieser Stoffe werden auch als krebserregend eingestuft.

Maßnahmen:

Um diesem Problem besser beizukommen, ist es notwendig Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität zu setzen. Eine regelmäßige Wartung ihrer Klima- oder Lüftungsanlage kann einen Teil dazu beitragen. Alle Flüchtige organische Verbindungen und viele chemische Verbindungen lassen sich durch den Einbau von Ionisationsgeräten mit Ionisationsröhren in die jeweilige Lüftungstechnik von Gebäuden sicher beseitigen. Aber auch kleine Ionisationsmodule verbessern die Ionenkonzentration in Wohngebäuden und lassen sich in die kontrollierte Wohnungslüftung implementieren.

Gesetzliche Maßnahmen zur Prävention:

Für etwa 20.000 verschiedene Materialien und Produkte europaweit ist die europäische Bauproduktenrichtlinie die rechtliche Grundlage. Die CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne, europäische Konformität) ist der Nachweis für den Europäischen Binnenmarkt. Für „Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz“ gelten nationale Regelungen. Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller die Konformität des Produktes mit den zutreffenden EG-Richtlinien und die Einhaltung der darin festgelegten „wesentlichen Anforderungen“. Darunter befindet sich – gleich an erster Stelle – die Freisetzung giftiger Gase.

Therapie:

Da es sich bei dem Sick-Building-Syndrom nicht um ein klar definiertes Krankheitsbild handelt, gibt es keine spezifische Behandlung. Neben der Linderung der Symptome ist die einzige Therapie, die Ursachen der Beschwerden zu beseitigen, indem eine bessere Belüftung oder ein Luftfilter eingebaut wird.